Studie

Projekt: "AugPlan"

Entwicklung eines durchgängigen Prozesses für individuell geplante und
additiv gefertigte Implantate zur Knochen-Augmentation im Rahmen des
Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand „ZIM (KF)“ des BMWi

Gesamtlaufzeit: 07/2018 - 06/2020

 

Organical CAD/CAM GmbH
Ruwersteig 43
12681 Berlin
Zahntechnik Schönberg
Altseidnitz 19
01277 Dresden

Technische Universität Dresden

01062 Dresden
Maschinenelemente und Maschinenkonstruktion
Professur für Konstruktionstechnik/CAD

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

  

Motivation

Für den Einsatz von Dentalimplantaten ist ein geeignetes lokales Knochenlager notwendig. Ist dieses aufgrund langjähriger Zahnlosigkeit, Trauma oder Tumor nicht gegeben, ist ein Aufbau (Knochenaugmentation) der atrophierten Bereiche erforderlich. Die Bereitstellung patientenspezifischer Knochenersatzstrukturen (Augmentate) bietet dabei Potenzial für die Planung von Zahnimplantaten und zugehöriger Prothetik, die nach dem gegenwärtigen Stand der Technik nicht realisierbar wären. Ein formschlüssiges Augmentat, das die Defektgeometrie widerspiegelt, ist aus ästhetischen, medizinischen und wirtschaftlichen Gründen anzustreben. Es kann so die Wiederherstellung der Knochenform ermöglicht, die Implantation erleichtert und das Einwachsverhalten des Knochens positiv beeinflusst werden. Zudem kann das Einwachsverhalten durch Einbringen einer gezielten individuellen Porosität gefördert werden. Dies ist nur durch die Herstellung mittels 3D-Druck-Verfahren möglich. Ferner sind durch Materialeinsparung und verbesserte Operations-Bedingungen wirtschaftliche Vorteile abzusehen. Patientenspezifisch hergestellte Augmentate können nur bereitgestellt werden, wenn dafür die patienten-individuellen CT- und DVT-Daten einer computergestützten Modellierung und Fertigung zugeführt werden.

 

Zielsetzung

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Umsetzung einer durchgängig digitalen Prozesskette zur Planung, Modellierung und additiven Fertigung individueller Knochenersatzstrukturen im MKG-Bereich. Bei der Entwicklung sollen die Kombination mit dem Prozess zur navigationsgestützten Dentalimplantation sowie die Schnittstelle zwischen Behandler und Konstrukteur berücksichtigt werden. Konstruktives Ziel ist die Entwicklung eines neuen Augmentat-Designs in

Abhängigkeit medizinischer Vorgaben, das neben der Formschlüssigkeit weitere Eigenschaften aufweist. Dazu gehört die Entwicklung neuartiger Operationsinstrumente (z.B. Positions-Schablonen). Mit dem Vorhaben soll als Produkt ein individuelles Augmentat mit zugehörigen Operationsinstrumenten, eine Software für deren Planung sowie eine Dienstleistung (Prozesskette) als Prototyp entstehen.

 

Projektinhalt

Das Zusammenwirken der einzelnen Projektpartner sowie die Projektinhalte sind in folgender Abbildung dargestellt:

 

Weitere Informationen